Die e:IAS Sicherheit ist die führende Informations- und Wissensplattform für Sicherheitsbehörden. Sie verfügt über eine moderne service-orientierte Architektur und baut bei der Integration in die existierende IT-Landschaft auf Standards.
Die e:IAS Sicherheit ist Middleware
Die e:IAS stellt die intelligente Vermittlungsschicht zwischen den Informationssystemen und den Fachanwendern dar. Standardisierte Schnittstellen zum Zugriff auf Rohdaten und Informationsquellen auf der einen Seite sowie APIs zur Anbindung der Benutzeroberflächen für verschiedenartiger Arbeitsplatztypen sorgen für schnelle und einfache Integration in die vorhandenen IT-Umgebungen und Verarbeitungsprozesse.
In die Schnittstellen für Rohdaten sind je nach Quellssystem und Datentyp so genannte Konnektoren und Transformatoren integriert. Konnektoren stellen die technische Verbindung zum Quellsystem her, Transformatoren konvertieren die Rohdaten aus verschiedenen Eingangsformaten in ein generisches, intern verarbeitbares Format.
Wie dieser Prozeß konkret abläuft, wird in sogenannten Pipelines definiert. Pipelines sind frei konfigurierbare Ablaufdefinitionen innerhalb der Business-Logik der e:IAS Sicherheit. Durch Anpassung von Konnektoren, Transformatoren und Pipelines ist eine schnelle und flexible Reaktion auf neue bzw. sich ändernde Quellsysteme und Datenformate gewährleistet.
Weiterhin findet eine Harmonisierung der Arbeitsdaten statt, die die verschiedenen Ablagesysteme wie z.B. Datenbanken, Geo-Information-Systemen (GIS), Automatisches Fingerabdruck-Identifizierungs-System (AFIS), DNA-Analyse-Dateien, Dokumenten Management Systeme (DMS), Archivsysteme usw. bereitstellen. Die Arbeitsdaten werden automatisch in einem zentralen Wissensmodell zusammengefasst (korreliert).
Organisationsprinzipien (OPs) strukturieren die Arbeitsdaten in mehrdimensionale Systematiken, d. h. es entstehen z.B. Klassifikationssysteme für Themen, Geographie, Delikte o.ä. Jedes OP repräsentiert eine Wissensdimension im Informationsraum, die der Mitarbeiter dynamisch für verschiedene Betrachtungsperspektiven heranziehen kann.
Ein zentraler, hoch optimierter Index sorgt für schnellen Zugriff auf die sämtliche Daten. In diesem Index sind alle Arbeitsdaten mit ihren Zugriffsrechten kompakt abgelegt. Die Konnektoren sorgen für die automatische Aktualisierung des Index, sobald Datensätze in ihrem Quellsystem geändert, gelöscht oder neu hinzugefügt werden.
Intelligente Aufbereitung und Verarbeitung
Die Kernkompetenz der e:IAS Sicherheit liegt in der Verfahren zur Aufbereitung von Rohdaten und zur Verarbeitung von Informationen.
So stehen u.a. leistungsfähige Funktionen der e:IAS Sicherheit zur Verfügung:
- Automatische Klassifikation: Eingehende Rohdaten werden nach frei definierbaren Kriterien automatisch klassifiziert (z.B. nach Delikten, Tatmustern oder Dringlichkeit). Bei der automatischen Klassifikation wird ein Rohdatensatz mittels lernender Methoden auf seine Ähnlichkeit zu den jeweiligen Klassen untersucht. Es findet also eine Vorsortierung statt, die relevante von irrelevanten Informationen trennt und die relevanten dabei gleichzeitig in das bevorzugte Ordnungsschema bringt.
- Automatisches Routing und Benachrichtungen: Für jede Klasse, die bei der Klassifikation erkannt werden kann, wird hinterlegt, welche Mitarbeiter und Funktionsgruppen entsprechend klassifizierte Rohdaten bearbeiten bzw. über deren Existenz informiert werden möchten.
- Informationserkennung und -extraktion: In den aggregierten Rohdaten werden automatisch Bezüge (Referenzen) zu den Daten aus den vorhandenen Datenbanken hergestellt. Diese Daten sind als Objekte des Wissensmodells vorhanden. Alle markierten Konzepte und Begriffe werden extrahiert, um für weitere Verarbeitungsschritte zur Verfügung zu stehen.
- State-of-the-Art-Suchverfahren: Um Bezüge zwischen Rohdaten und Arbeitsdaten herzustellen, sucht der Mitarbeiter mit den verschiedenen intelligenten Suchmethoden parallel über alle verfügbaren Informationsquellen und erhält eine nach Relevanz sortierte Ergebnisliste. Es stehen natürlichsprachliche Suche, boolesche Suche, Suche mit Feedback und themenorientierte Suche bereit, die durch das Wissensmodell und die automatisch erkannten Begriffsassoziationen präzise Ergebnisse liefern.
- Ähnlichkeitsanalyse: De Suche nach ähnlichen Daten und Dokumenten dient dem Erkennen von Zusammenhängen, also dem Korrelieren von Informationen. Ähnlichkeiten können zwischen einzelnen oder Kombinationen von Konzepten, Klassen, Datensätzen, Dokumenten, Schlüsselwörtern oder beliebigen Begriffen ermittelt werden.
- Visualisierung: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ gilt insbesondere auch bei Darstellung von Wissen, Zusammenhängen sowie Rechercheergebnissen. Die e:IAS Sicherheit bietet verschiedene, für die jeweiligen Anforderungen optimierte grafische Visualisierungstechniken zur Navigation und Illustrierung an.
- Sprachverständnis: In der e:IAS Sicherheit spielen Sprachen und deren profundes Verständnis eine zentrale Rolle: Zum einen kann die Sprache eines Textes automatisch erkannt werden, um z. B. eine Audio-Transkription anzustoßen. Zum anderen findet eine linguistische Vorverarbeitung statt, die für über dreißig Sprachen (auch für den osteuropäischen und arabischen Sprachraum) angeboten wird.
- Fehlertoleranz: Alle auf Texten arbeitende Analyseverfahren der e:IAS Sicherheit sind fehlertolerant gegenüber falsch geschriebenen Begriffen oder unterschiedlichen Schreibweisen. Dabei werden unterschiedliche, teils sprachabhängige Verfahren zur schreiblichen und phonetischen Ähnlichkeit eingesetzt.
Skalierbarkeit, Verfügbarkeit, Administration
Der zuverlässige und hochperformante Betrieb der e:IAS Sicherheit ist in den meisten Anwendungsbereichen obligatorisch.
Die e:IAS Sicherheit verfügt über Mechanismen der dynamischen Lastverteilung, um Spitzenlasten bei gleichbleibend guten Antwortzeiten verarbeiten zu können. Für alle wesentlichen Komponenten der e:IAS Sicherheit besteht die Option, sie redundant auszulegen und damit sog. ‚single points of failure’ zu vermeiden. Dadurch ist eine hohe Verfügbarkeit des Gesamtsystems gewährleistet.
Unterstützung für Monitoring-Systeme (wie z.B. Tivoli oder HP OpenView) ist für die e:IAS Sicherheit ebenso selbstverständlich wie flexible Logging- und Audit-Mechanismen.
Weiterführende Informationen
Um mehr über die Funktionsweise und die zugrundeliegenden Technologien zu erfahren, fordern Sie unser Technisches Whitepaper zur e:IAS Sicherheit an.










