Eine Saarländerin in Kaiserslautern – Wie aus K-Town ein Zuhause wird — Empolis Blog

Eine Saarländerin in Kaiserslautern – Wie aus K-Town ein Zuhause wird

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Kaiserslautern hat viel zu bieten. Das hat auch unsere saarländische HR-Kollegin Christina feststellen müssen. Die Stadt ist ein aufstrebender IT-Standort mit zahlreichen Top-Arbeitgebern und viel Lebensqualität.  Wie Kaiserslautern eine zweite Heimat für sie geworden ist, das erzählt Christina selbst.

Gemeinhin herrscht die Ansicht unter Saarländern, dass jenseits der Grenze zu Rheinland-Pfalz das Niemandsland beginnt: Kleinstädte, in denen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen und Wald, sehr viel Wald. Man kann sich den „Schock“ für eine saarländische Familie einigermaßen vergegenwärtigen, wenn beide Töchter innerhalb weniger Jahre aus beruflichen Gründen nach Kaiserslautern ziehen müssen.

Aufgrund der kritischen Stimmen von Familie und Freunden gedämpft optimistisch, begibt man sich in das „Abenteuer Kaiserslautern“. Und gerade als man sich der gängigen Vorurteile entledigen möchte, steht man an einer roten Ampel und ein betagter Pfälzer fragt mit Blick auf das saarländische Nummernschild ganz nonchalant durch das geöffnete Seitenfenster: „Haben Sie auch ihr Visum dabei?“

Die Pfälzer, insbesondere die Kaiserslauterer und die Nachbarn in Ramstein, Miesenbach und Umgebung, sind jedoch ein wirklich freundliches, offenes und sehr liebenswertes Völkchen. Man kommt gut mit ihnen in Kontakt und kann sich über die sprachlichen Gemeinsamkeiten freuen und über die Unterschiede wundern.

Auch kulinarisch gibt es doch sehr viele Parallelen – „Dibbelabbes“ ist durchaus bekannt. „Hoorische“ ebenso. Nudeln mit Apfelkompott haben beiderseits der Grenze Verehrer (und einige wenige verirrte Verächter). Freunde findet man schnell in Kaiserslautern, etwas Essbares mit Heimatgewürz ebenfalls – und in Kombination weht schnell Heimeligkeit über den gemeinsamen Tisch.

Kaiserslautern – eine Stadt mit Charme und viel Potenzial

Kaiserslautern ist eine viel charmantere Stadt als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Denn in der historisch einst bedeutenden Stadt (die Kaiserpfalz zeigt sich immer noch beeindruckend vor dem Rathaus) kann man ganz wunderbar flanieren: in der Gartenschau, im Stadtpark oder am Vogelwoog.

Für alle kulturell Interessierten bietet das Pfalztheater ausreichend Programm – es gibt sogar ein Jazzfestival. Das Museum Pfalzgalerie mit seinen wechselnden Ausstellungen lädt zum Schlendern ein. Die Altstadt bietet alte Kirchen, eine niedergebrannte und inzwischen rekonstruierte Kultkneipe und einige sehr gute Restaurantadressen. Zudem sorgen die Technische Universität, die Hochschule sowie die nahegelegene Airbase in Ramstein für einen kulturellen Mix, der einen ganz eigenen Charme entwickelt.

Es herrscht nicht die hektische Eile einer Metropole, sondern eine gewisse Entspanntheit in Kaiserslautern vor. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man auf der Straße bekannte Gesichter trifft, ist auch ein Stück Lebensqualität.

Wer die Abgeschiedenheit und Ruhe der Natur sucht, der findet sie im nah gelegen Pfälzer Wald, der einlädt zu Wanderungen unter dichten Baumkronen, Picknicks auf sonnenüberfluteten Lichtungen oder Entdeckertouren in alten Gemäuern und Ruinen, die von einer bewegten Vergangenheit zeugen.

Und einen Punkt gilt es hervorzuheben: Kaiserslautern ist ein aufstrebender IT-Standort mit zahlreichen Top-Arbeitgebern in diesem Bereich. Für junge Informatiker und Naturwissenschaftler mit Familie gibt es hier einen großartigen Mix für alle Lebensbereiche.

Auch ich habe mich entschieden in diesem Bereich zu arbeiten und es war genau das Richtige: Kaiserslautern ist eine zweite Heimat geworden. In diesem Sinne kann ich allen Saarländern (und anderen Heimatverbundenen), die vielleicht noch zaudern, die Heimat zu verlassen, nur eines mitgeben: Probiert es aus! Es lohnt sich – Kaiserslautern macht das Ankommen leicht.

 

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Über den Autor

Christina Wolfrum

Christina Wolfrum ist ein Mischgewächs aus dem Saarland und Oberfranken und lebt seit zweieinhalb Jahren in Kaiserslautern. Bei Empolis ist sie seit Februar 2018 als HR Managerin beschäftigt und kümmert sich schwerpunktmäßig um die Bereiche Recruiting und Employer Branding. Vorher war sie in einem anderen IT-Unternehmen und davor im Verlagswesen tätig – darum mag sie die Literatur, aber auch Reisen und gutes Essen.

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